Die Homöopathische Behandlung

Für die Behandlung chronischer Beschwerden ist eine homöopathische Anamnese erforderlich. Das ist ein Erstgespräch, bei dem der Patient (oder auch/und die Eltern) über die Problematik = Krankheit und eventuell auch über begleitende Beschwerden erzählt. Der Homöopath stellt dazu noch Fragen. Wichtig sind außerdem Fragen zur ganzen Person und z.B. zu Schlaf, Appetit und Essgewohnheiten, Verdauung, Schweiß und Temperaturempfinden usw. Auch früher durchgemachte Erkrankungen, Impfungen und Krankheiten in der Familie werden erfragt.

Dieses Erstgespräch dauert bei Erwachsenen ca. 2 Stunden. Bei Kindern ca. 1,5 Stunden. Bei Säuglingen 1- 1,5 Stunden. Bei einer reinen Akuterkrankung ist nicht unbedingt eine komplette Anamnese erforderlich. Dafür genügt meist das Erfassen der momentan akuten Symptome. Nicht zu empfehlen ist diese alleinige Akutbehandlung wenn es sich um immer wiederkehrende Beschwerden handelt, dann sollte man sich auf jeden Fall die Zeit für eine homöopathische Erstanamnese nehmen.

Die homöopathische Behandlung ersetzt nicht die schulmedizinische Abklärung der Erkrankung! In bestimmten Fällen können schulmedizinische Medikamente auf keinen Fall ohne Rücksprache mit dem Arzt reduziert oder abgesetzt werden.

Eine homöopathische Behandlung ist prinzipiell auch möglich und sinnvoll, wenn der Patient andere, dringend erforderliche Medikamente einnehmen muss.

Folgetermine (nicht bei Akutbehandlungen) finden i.d.R. ca. 4 bis 6 Wochen später statt. Hier wird gemeinsam erarbeitet und überprüft, wie der Patient auf das homöopathische Mittel reagiert hat. Es wird beurteilt, ob das Mittel gewirkt hat und ob eine weitere Behandlung damit erfolgen soll oder ob ein Folgemittel notwendig ist.

Chronische Erkrankungen brauchen je nach Schweregrad und Dauer der Erkrankung evtl. auch eine langfristige Behandlung. Während dieser Zeit sind regelmäßige Kontrollen zum Heilungsverlauf (telefonisch oder als Folgetermine) in meist größeren Zeitabständen notwendig.